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  •    1. Mai 2006    Collin zu Gast auf dem Hockenheim

Es war am Montag und ich wachte ziemlich aufgeregt auf. Ich wollte zum Hockenheim. Nicht nur, um mir mal die Strecke anzusehen, sondern um dort auch eine Runde zu drehen. Ok, eine einfache Runde zu drehen, ist ja noch einfach…. Aber lernen, wie man ein Auto in eine 90° Kurve wirft und es dabei unter Kontrolle behält, das ist was anderes! Das alles wurde von einem guten Freund von mir organisiert, Thomas Strohmayer, der Sicherheitstraining für Leute auf der Straße und auf Rennstrecken macht. Es waren ein paar prominente Leute eingeladen: Sean Dundee, Bradly Carnell (Spieler vom KSC, beide aus Südafrika), Bert Poensgen (Chef vom Suzuki Team Deutschland), Katja Poensgen und zwei Freunde von ihr, Manuel Chittaro und ich vom EBS-Sturm Racing Team (die ansonsten Pfeilschnellen auf einer Kawasaki =). Ich war bereit, was auch noch kommen mag...
Der Chef vom ADAC Hockenheim, Herr Dr.-Ing. Jörg Soehner war bei der Einweisung auch dabei und ich danke ihm für diesen prima organisierten Tag. Er war derjenige, der uns die Mercedes CLK-Autos für den Tag geliehen hatte. Hier ein großes Dankeschön an Mercedes und Dunlop. Die TV-Gruppe von "easy-TV" war auch da und hielt all unsere Spins mit der Kamera fest. Und es gab einige davon...=)
Werner Gusenbauer (Drift Challenge Sieger 2005) war unser Trainer für den Tag und wir verschafften ihm ein paar graue Haare zusätzlich. Es war unglaublich, ihm zuzuschauen, als er uns zeigte, wie man es richtig macht. Er hat ein extrem gutes Gefühl für die Autos. Wir begannen erst mit den Grundlagen. So wurden Plastikkegel aufgestellt und wir mussten um sie herum fahren. Wir mussten sie ziemlich eng umschlängeln, bis das Auto schon ein bisschen zu driften anfing. Danach mussten wir üben, über ein Platte zu fahren, die sich bewegt, wenn wir darüber fahren. Du musst extrem schnell reagieren, wenn du das Auto vor `m  Ausbrechen abfangen willst. Danach ging es über eine flache Strecke, die gewässert wurde und das machte die Sache sehr rutschig. Dann ging das Driften los. Es war ein großer Kreis, der ebenfalls gewässert wurde und wir sahen, wie weit wir unsere Autos driften lassen konnten. Es war großartig…! Nach ein paar Runden konnte ich das Auto im ganzen Kreis driften lassen. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Herr Poensgen hatte sein Auto gut unter Kontrolle. Ich denke, es war der gleiche Grund wie bei mir. Das kommt nämlich vom ständigen Umherfliegen und durch das Mieten von den verschiedensten Autos. Es ist immer schön, das Auto von jemand anderem für extreme Situationen zu nutzen. Ok, war nur ein Scherz. Sean und Bradly hatten natürlich auch viel Spaß.
Dann fuhren wir zu einer Fläche, wo du einen Berg runter fährst und am Ende ist eine Linkskurve, die man gerade noch mit 75km/h attackieren kann. Das war schwer. Werner zeigte uns, wie es geht. Wir standen alle da mit Ehrfurcht in unsere Gesichter geschrieben. In der Zeit, wo wir eine Kurve geschafft hatten, hat er die gesamte Strecke mit 7 Kurven gefahren. Und dann war es soweit…. Wir fuhren alle runter zur "Sachsen-Ecke" auf der Rennstrecke. Sie wässerten die Ecke für uns und wir hatten alle 3 Test-Rennen. In 3 Autos war eine Drift-Box via GPS verbunden. Es wurden Winkel, Entfernungen und Geschwindigkeit und alle Brems- und Beschleunigungspunkte aufgezeichnet. Wir hatten alle nur 1 Rennen, was gewertet wurde. Ich war als Zweiter dran und nahm die Kurve recht gut. Als ich zum Startpunkt zurück kam, bemerkte ich, dass meine Box nicht richtig funktionierte. Werner fuhr zurück, machte ein Testrennen und brachte die Box wieder zum Laufen. Das Problem war, dass wir die Autos ausmachten und ich in der Aufregung nach dem Starten das ESP nicht abschaltete und dadurch war mein Rennen ein Desaster. Erst wusste ich nicht, warum das so war, aber als ich zurückkehrte, fanden wir heraus, woran es gelegen hat. So hatte ich dann noch einen Versuch =). Meine "Konkurrenz" war nicht gerade sehr erfreut. Ich hatte dann ein gutes Rennen. Ich hatte das Auto schön seitwärts angestellt und hielt es dann ziemlich ruhig. Bradly hatte auch eine gute Runde und es war eng mit den Punkten. Ich gewann am Ende mit knappen Vorsprung.

Es war ein aufregender Tag und wir alle hatten eine Menge Spaß. Mein spezieller Dank geht nochmals an meinen Freund Thomas Strohmayer für die Idee, Werner für die Zeit, die er sich heute für uns nahm und natürlich an Herrn Dr.-Ing. Soehner. Danke für den wundervollen Tag!

Ich werde wieder kommen!!! Das verspricht

Euer

P.S.: Ein paar Bilder habe ich auch noch für Euch!


 

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