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Hallo Fans,
eine Weile musstet Ihr auf meine Berichte warten. Sorry, aber ich hatte
viel zu tun. Nun habe ich wieder etwas „Schonzeit“ und Gelegenheit vom
CrossOver München zu berichten.
Am Donnerstag bin ich bereits nach München
gefahren. Beim CrossOver ist immer sehr viel los. Donnerstagabend konnte
ich die Strecke gleich testen. Das war interessant und eine prima
Einstimmung auf die kommenden Rennen. Jedenfalls hatte ich gleich
richtig Spaß. Die Zielsprungschanze war im Stil einer Freestyle-Rampe,
geil.
Am Freitag im Training war ich gut
unterwegs und das hat mir richtig Laune gemacht, dort zu fahren.
In Lauf 1 bin ich als Vierter aus der ersten Runde zurück. Die Strecke
hatte ein ziemlich langes Waschbrett und da kam ich gut zurecht, so dass
ich schnell nach vorne fahren konnte. Manuel Chitarro war Erster. Gerade
als ich so durch`s Waschbrett gerattert bin, hat er einen Fehler gemacht
und ist genau in meine Spur gekommen. Ich musste dermaßen vom Gas, dass
mein Motorrad so gewaltig eintauchte, dass ich mit dem Oberkörper auf
den Lenker geschlagen bin. Das war so heftig, dass der Brustpanzer
gebrochen ist. Was ich da noch nicht so richtig bemerkt hatte, auch 3
Rippen waren durch! Bei der letzten Chance dann bin ich gleich beim
Start gestürzt und so war der erste Renntag für mich vorzeitig vorbei.
Die Nacht habe ich dann echt schlecht
geschlafen. Ich kriegte kaum Luft und meine Rippen haben ziemlich
geschmerzt.
Am Sonnabend war die Arena dann mit 12.000 Zuschauern ausverkauft. Ich
bin trotz der Schmerzen ans Startgatter und war auch gut drauf, so dass
ich mich locker für`s Superfinale qualifiziert habe. Doch meine Rippen …
es wurde immer schlimmer mit den Schmerzen! Im Finale war ich dann
zuerst auf Platz 5, als das Rennen wegen eines Sturzes von Rodrig Thain
abgebrochen wurde. Beim Restart war ich bis 4 Runden vor Schluss wieder
Fünfter. Doch dann habe ich mein Vorderrad verloren und bin mächtig auf
die Fresse gefallen. Das wurde dann nur Platz 11, na ja …
Die Nacht zum Sonntag hatte ich noch schlechter geschlafen. Meine rechte
Seite hat wie Feuer gebrannt. Ich bin zwar noch zur Quali angetreten,
aber da ging dann wirklich nichts mehr. Ich musste mich im Krankenhaus
checken lassen und da erfuhr ich dann auch erst von den gebrochenen
Rippen. Habe es fast geahnt. Nun wird es eine Zeit schlechter mit
Schlafen und viel Bewegung, die Schmerzen sind relativ unangenehm. Na
ja, nun habe ich Zeit für`s Fest…
So wünsche
ich allen Fans, die mir die Daumen gedrückt haben und mich rund um die
Strecke anfeuerten frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue
Jahr! Dann sehen wir uns wieder!
Euer

P.S.: Ich habe
Heidi Sanz mit der Kamera im Anschlag gesehen und hier sind sie: die
vielen schönen
Fotos vom CrossOver 2006 in München!
Ausführliche
Rennberichte gibt`s noch von Jens Pohl. |