Rennen 2007

  •   08.Juli

ADAC MX-Master in Österreich

 

Hallo Freunde und MX-Fans!

Freitagmorgen bin ich zum ADAC MX-Masters nach Mernbach (A) gefahren. Da sich das schlechte Wetter der letzten Tage langsam verzogen hat, habe ich mich schon richtig auf das Wochenende gefreut.
Mein Teamchef Jürgen (Scharnbach) hatte mir einen neuen Motor mit 480ccm vorbereitet und ich war schon mächtig gespannt, wie der laufen würde. Es war schon alles fertig, als ich an den Track kam und so konnte ich die Maschine gleich testen. Und ich sage Euch: nichts kann Hubraum ersetzen! Ich musste mich nur darauf einstellen und sehen, wie ich damit klar komme. Die Strecke war perfekt von Edwin Machtlinger präpariert und total griffig.

Am Sonnabend war das Wetter ideal zum Crossen. Ich hatte nicht nur einen neuen Motor, sondern auch ein neues, speziell auf die Strecke abgestimmtes Fahrwerk von Hubi Hoffmann (HH-RaceTech). Ich war total begeistert, sage ich Euch. Großes Lob und ein kräftiges Dankeschön also auch an meinen Tuner-Gott! Das freie Training habe ich vorwiegend genutzt, um mich auf meinen neuen Motor einzustellen. Wir hatten ein 4-Gang-Getriebe eingebaut und so ließ sich die Maschine prima fahren.
Im Pflichttraining war ich Achter und das war ganz o.k., weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, auf so einer Vollgasstrecke zu fahren. Am Abend gab es noch einen „long jump" - Wettbewerb, wo ich am Ende Vierter mit einer Weite von 46 Metern wurde. Hat tierisch Laune gemacht. Danach war Fahrervorstellung im Zelt. Anschließend war ich mit Marcel (Dornhöfer) noch in Ried, einem wirklich netten kleinen Ort, etwas essen.

Sonntag:

Das freie Training war gut. Die Strecke wurde vorher noch gewässert und war einfach perfekt.

  1. Lauf:

Ich war sehr gut aus dem Gatter gekommen, doch habe ich zu früh geschaltet, so dass ich den Holeshot noch verloren habe. So bin ich erst als Achter durch die zweite Kurve gekommen. Doch konnte ich mich schnell wieder auf Platz 5 vorarbeiten. In der fünften Runde haben mich Franz (gemeint ist der Franzose  Florent Richier) und Kornel (Nemeth) eingeholt und ich habe da lieber Platz gemacht, weil ich nicht davon überzeugt war, dass ich das Tempo der beiden mitgehen konnte. Doch dann ist Franz bei einem kleinen, aber schwierigen Table Top voll über seinen Lenker abgeschmiert. Kornel hat dann auch noch sein Bike frontal getroffen. Das war alles nicht so schön anzusehen. Dabei ist Franz in meine Spur gerollt und ich hatte alle Hände voll zu tun, mein Motorrad an ihm vorbei zu bringen. Gott sei Dank, stand er gleich wieder auf seinen Füßen, aber sein Hemd habe ich noch gespürt, so knapp war das ganze Manöver. Also ich gebe zu, die nächsten 4 Kurven erst mal ein wenig behutsamer gefahren zu sein. Ich habe versucht mich auf die Strecke zu konzentrieren und konstante Rundenzeiten zu fahren. Doch wieder war interessant, dass ich meine schnellste Zeit zum Schluss des Rennens -nämlich in der letzten Runde- gefahren bin. Und da sage ich immer noch, ich bin z.Z. nicht ganz fit! Das zeigt doch wieder, dass so viel vom Kopf gesteuert wird, wie ich`s auch meinen Kursteilnehmern immer sage („…der Kopf ist ein Computer…“. Der 5. Platz sprang für mich in diesem Lauf raus und das war nicht schlecht, wenn ich auch gespürt habe, dass noch mehr drin wäre, wenn alles optimal läuft. Insgesamt war ich zufrieden mit meinem Abschneiden und meiner Leistung. Das Motorrad funktionierte einwandfrei, dank Heinz und Heidi (Dornhöfer), die sich wieder vor Ort darum kümmerten.

  1. Lauf:

Alexandr Ivanutin hatte mir meinen Startplatz geklaut, aber das war ja sein Recht. Doch hatte ich so keine Zeit mehr, meinen neuen Platz am Gatter noch entsprechend herzurichten. Mein Hinterrad hat beim Start durchgedreht und ich war weit entfernt von einem Holeshot. Trotzdem bin ich ganz gut durch die ersten 5 Kurven. Aber dann habe ich den Tschechen Filip Neugebauer unterschätzt und bin in ihn rein gefahren. Dabei ist mir der Bremsschlauch vorne abgerissen. Da war ich natürlich nicht gerade sehr happy, aber ich war ja selber schuld. Blieb mir also nichts anderes übrig, als rauszufahren und zuzuschauen. Da habe ich mich über Marcus Schiffer gefreut, der ein tolles Rennen fuhr.

Im Grunde war es ein gutes Rennwochenende, wenn auch für mich mit Licht und Schatten. Aber Wetter, Strecke und die Rennen in den 3 Klassen waren halt sehr gut.

So Leute, ich werde in nächster Zeit weiterhin voll ausgebucht sein und wenig Zeit haben. Aber ich werde berichten, was bei mir so alles passiert. Macht`s gut wünscht Euch

Euer